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Johannes Marburg
© Johannes Marburg
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Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung

Mit dem neuen Gebäudetrakt ­wurden am Kölner Max-Planck-Institut für Pflanzen­züchtungsforschung nicht nur einige zusätzliche Büro-, Labor- und Kommunikationsräume geschaffen, sondern außerdem drei schon bestehende Institutshäuser zu einem zusammen­hängenden Komplex verschmolzen. Räumlich waren diese zwar bereits vorher durch einen gläsernen, eingeschossigen Verbindungskorridor miteinander verbunden, doch der neue Bauteil bietet nun einen Durchgang auf allen drei Etagen und schließt außerdem noch ein viertes Forschungsgebäude an, in welchem Großraumlabore untergebracht sind.

Der Verbindungsbau wurde H-förmig realisiert und bildet so in südlicher und nördlicher Ausrichtung je einen großen Innenhof. Während das Gelände im ­Süden terrassierend zum Souterrain abfällt und durch Trockenmauern und Gräserbepflanzung charakterisiert wird, schließt das Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite eine Wasserfläche als Biotop ein, welche die prägende Optik der parkähnlichen Institutsanlage fortführt.

Das neue Laborhaus bietet in drei­bündiger Anordnung im Erd- und Obergeschoss Großraumlabore für zwei wissenschaftliche Abteilungen des Insti­tuts, Kühlräume und gemeinschaftlich nutzbare Laborflächen im Souterrain. Hinzu kommen jeweils etliche Neben­räume und Büros sowie eine Lüftungszentrale im Dachgeschoss.

© Johannes Marburg
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Mit einer zweigeschossigen Halle bietet der Verbindungsbau dem Institut ein ansprechendes Foyer, das über eine Galerie und eine frei situierte Treppe die Stockwerke miteinander in Blickbeziehung setzt. Entlang des Korridors zwischen den Bestandsgebäuden sind hinter satinierten Glasbausteinwänden schallgedämmte Räume für Arbeitsgruppen untergebracht. Den raumhohen Fensterbändern ist eine Aluminium-Element-Fassade für blendfreie Tageslichtversorgung vorgesetzt, ähnlich wie in den Gruppenbereichen des „biological-computing“, wo – vor geschossweise gegliederten Fassadenabschnitten aus Betonfertigteilen – horizontale Aluminium-Großlamellen als Sonnenschutz vorgelagert sind. An den Süd-, Ost- und Westfassaden des Gebäudes befinden sich Labore, Büros und Seminare, die dauerhaft genutzt werden. Aber auch für Gastwissenschaftler stehen individuell gestaltbare Arbeitsplätze zur Verfügung. Gemeinschaftsbüros und eine frei nutzbare Teeküche tragen wie Meeting­zonen und Lobbybereiche zum Austausch ­zwischen Forschern und Besuchern bei.

Das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung wird durch den neuen Trakt auf vielfache Weise um ein verbindendes Element bereichert. Der Neubau ermöglicht flexibleres ­Arbeiten, ergänzt den bloßen Weg ­zwischen den Fachbereichen um sinnvoll strukturierte Räumlichkeiten und er­weitert, als neues Forum, die Kommunikationsmöglichkeiten am Institut.

Baujahr
2012
Bauherr
Max-Planck Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Fläche
3.950 m² BGF
Standort
Carl-von-Linné-Weg 10
50829 Köln
Deutschland
Beteiligte
Bauleitung: Meyer Architekten GmbH, Düsseldorf; Landschaftsarchitektur: Claudia Weber- Molenaar, Gräfelfing; Fotografie: Johannes Marburg

Klein & Sänger Architekten GmbH

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Agnes-Pockels-Bogen 1
80992 München
Deutschland

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