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Volker Kreidler
© Volker Kreidler
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Leibnitz-Institut für ökologische Raumentwicklung

Die Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft befasst sich mit Entwürfen zu dauerhaft umwelt­gerechten Entwicklungen von ­Städten und Regionen und besitzt somit einen ganz besonderen Bezug zu ­architektonischen Konzepten mit ­einem wissenschaftlichen Schwerpunkt. Verständlich, dass sich das Institut auch einen Bau von besonderer architek­tonischer Bedeutung als Niederlassung erwählt hat, der vor dem Hintergrund innovativer Bauverfahren entstanden war. Bei dem Bestand handelt es sich um einen Experimentalbau der Bau­akademie der DDR von 1968, der allerdings aufgrund seiner Eingeschossigkeit im Kontext des Dresdner Stadtbildes kaum wahrnehmbar war. Der Anspruch des ­Büros F29 bestand somit nicht nur in einer zeitgemäßen ­Sanierung des ­Gebäudes, sondern auch in einer angemessenen Erweiterung.

Die Erweiterung des Gebäudebestands wurde aufgrund des gewachsenen Flächenbedarfs des Instituts notwendig, woraufhin die Planer eine Teilüberbauung des Innenhofes ­vorschlugen. Diese tritt am Weberplatz dreigeschossig in Erscheinung und trägt damit ­wesentlich zur Wahrnehmung des Instituts im Stadtraum bei. ­Neben einer energe­tischen Aufarbeitung des ursprüng­lichen Baukörpers wurde diesem so auch ein Erweiterungsbau als Überbauung des bisherigen Innenhofs mit zwei Ober­geschossen hinzugefügt.

Gestalterisch orientierten sich die Archi­tekten am Gebäudebestand. Das Ziel war es, Bestand und Neubau zu einem einheit­lichen Gebäude zusammenzufassen, bei dem eine Unterscheidung zwischen Alt und Neu nicht ohne weite­res möglich ist. Die neu gewonnene Mehrstöckigkeit ermöglicht weitläufige ­Sichtbeziehungen zwischen den ­offenen Büros in den Ober­geschossen und dem Parterre. Zu verdanken ist dies einer durchlaufenden Treppe, die den stil­gebenden Flair der 1960er Jahre durch zeitgenössische bauliche Offenheit ergänzt.

Am Fuß der Treppe schafft das Foyer ein neues Zentrum des Baus, das die Büros, die Bibliothek, den Vortragssaal und den hellen Innenhof miteinander in Verbindung bringt und für ­Empfänge und Ausstellungen zur Verfügung steht. Angeschlossen ist auch das neue Entree, das sich Besuchern und Gästen offen präsentiert und den Bestand mit ­zeit­gemäßer Raumstruktur aufwertet.

© Dietmar Träupmann
© Dietmar Träupmann
Baujahr
2011
Bauherr
Leibniz-Institut für ­Ökologische Raument­wicklung Dresden
Fläche
3.490 m² BGF
Standort
Weberplatz 1
01217 Dresden
Deutschland
Beteiligte
Außenanlagen: Blaurock & Storch Landschafts­architekten; Fotografie: Dietmar Träupmann, Volker Kreidler

F29 Architekten

F29 Architekten
Friedrichstraße 29
01067 Dresden
Deutschland

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